Meditation? Brauche ich nicht!

Was soll das Meditieren denn bringen?

Manchmal verlassen meine Teilnehmer kurz vor Ende der Stunde den Raum oder in Corona-Zeiten das Zoom-Meeting.

Nicht immer hat das mit Terminen zu tun, sondern mit dem Unwillen, die Schlussentspannung mitzumachen.

Als ich noch in Fitness-Studios Yoga-Stunden vertreten habe, fiel mir dies sogar noch häufiger auf.

Ein Kunde begründete es damit, dass es müde mache, jemand anderes damit, dass er sich unwohl dabei fühlt eine Traumreise oder ähnliches zu machen findet das eso oder Zeitverschwendung.

Warum sträuben sich also manche Menschen gegen Meditation?

Meditation kann tief gehen und Emotionen heraufbefördern, vor allem wenn vorher Atemtechnik (oder auch Pranayama Techniken) praktiziert wurde und dies berunruhigt so manchen. Die wenigsten Menschen wollen an Altes oder Schmerzhaftes erinnert werden, dass sie tief in sich vergraben haben, die Verletzungen und Trauma...

Der Vorteil wenn dies jedoch im Rahmen einer Yogastunde mit Atem und Meditation geschieht ist, dass damit auch Erkenntnisse hochkommen, neue Ideen und man als Erwachsener das Thema vielleicht mit neuen Augen betrachten kann. Einiges kann so endlich verarbeitet werden.

Immer wieder bemerke ich Tränen in den Augen meiner Teilnehmer oder eine tiefe Berührtheit. Atem und Meditation hilft, sich besser zu spüren, in Verbindung zu kommen.

Meditation kann also heilsam sein - wenn man sie lässt

Nicht nur hilft sie das Nervensystem umzustellen auf den Parasympathikus, das System für Entspannung, Verdauung, Schlaf, im Englischen so treffend "Rest and Digest" genannt, sie kann das Gehirn sprichwörtlich umbilden (siehe das Thema Neuroplastizität), für mehr Resilienz sorgen und dass der Körper die Selbstheilung angeht.

Dies funktioniert nur im entspannten Zustand, nicht im Dauerstress und voller Adrenalin und Cortisol im Blutkreislauf.

Nicht umsonst wirbt Eckhart Tolle mit dem Leben im "Jetzt!" und Studien deuten darauf hin, dass Meditation Körperfunktionen beeinflussen und regulieren kann (den Blutdruck, Verdauung und vieles mehr).

Es gibt auch zahlreiche Empfehlungen und Systeme um mit Hilfe einer Meditation (oder auch im Alpha-Zustand) Probleme zu lösen und kreativ zu werden.

Profi-Sportler und Astronauten üben schon seit Jahrzehnten mit mentalen Techniken und steigern so ihre Leistung. Aber auch viele erfolgreiche Unternehmer, Visionäre und Schauspieler schwören auf eine tägliche Meditationsroutine, beispielsweise Bill Gates, Will Smith, Arnold Schwarzenegger, Kobe Bryant, Michael Jordan, Jennifer Lopez, George Lucas, Sir Paul McCartney, Clint Eastwood, Katy Perry, Julia Roberts um nur einige zu nennen.

Die Vorteile einer regelmässigen Meditationspraxis sind zahlreich:

  • sie kann Schmerzen lindern
  • reduziert Stress
  • kann ADHS beruhigen und die Aufmerksamkeitsspanne erhöhen
  • kann das Gedächtnis verbessern
  • erhöht Resilienz
  • kann Entzündungen reduzieren
  • kann das Immunsystem stärken
  • reduziert negative Emotionen
  • kann Angstzustände reduzieren
  • steigert Geduld und Toleranz
  • erhöht die Selbstwahrnehmung
  • hilft neue Perspektiven zu erkennen
  • hilft Probleme lösen
  • kann Kreativität steigern

Die Schlussmeditation ist technisch gesehen wie das "Abspeichern" der Yogastunde

Für mich persönlich die Meditation am Ende einer Yogastunde der wichtigste (und schönste) Teil überhaupt, da sie das gerade Geübte wie zusammenbringt und abspeichert. Die wenigsten Menschen in einer grösseren Stadt können am Beginn der Stunde meditieren (wie es in manchen Yogatraditionen gemacht wird), es braucht meist erst Übungen und Atemtechnik um den Körper erstmal zur Ruhe zu bringen.

Viele Menschen stehen derzeit so unter Strom, dass sie kaum einschlafen können am Abend, genau dann gibt es nichts besseres wie ein paar sanfte Yogaübungen (Vorwärtsbeugen wie der herabschauende Hund können besonders entspannend wirken), eine beruhigende Atmung wie den Grounding Breath oder Calming the Storm (beide auch auf meinem YouTube Kanal zu finden) und eine geführte Meditation oder Zähltechnik.

 Jedem, der mit der momentanen Situation überfordert ist empfehle ich genau das - ein sanftes Workout, Atemtechnik und Meditation um zur Ruhe zu kommen und wieder klar denken zu können.

Sollte man sehr erschöpft nach einer Yogastunde sein, kann das einfach nur ein Zeichen sein, dass man erschöpft ist, die Erschöpfung kommt nicht durch die Mediation oder Atmung, sie decken diese vielleicht nur auf.

Eine für die Person geeignete Meditation macht nicht müde sondern entspannt und schärft den Verstand gleichzeitig und kann die Lebensqualität enorm verbessern...

Probier es aus!

Du findest eine gratis Meditation von mir auch hier:

Meditation

Und nun gutes Entspannen, deine
Bianca

Buchempfehlung:

  • Gesund durch Meditation (Jon Kabat-Zinn)
  • Frag den Buddha (Jack Kornfield)
  • Im Alltag Ruhe finden (Jon Kabat-Zinn)
  • Die Kraft der Meditation (Peter Sedlmeier)
  • The Power of Now (Eckhart Tolle)
  • When the Body says No (Gabor Maté)

und für Nerds:

  • Creating a Bug free Mind (Andy Shaw)
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